Die Geschichte von Kumberg

Der Markt Kumberg, rd. 15 km östlich der Landeshauptstadt Graz gelegen, befindet sich auf einem Ausläufer des Schöckl in rd. 526 m Seehöhe und wurde urkundlich erstmals 1142 erwähnt.

Trotz der Nähe zur Landeshauptstadt vermittelt der Ort ein wunderbares Wohngefühl im Grünen und bietet dazu zahlreiche attraktive Angebote, sich einer sinnvollen und abwechlsungsreichen Freitzeitgestaltung zu widmen. Hervorzuheben ist hier die well welt kumberg - der Freizeitpark im Schöcklland.

Chronik der Marktgemeinde Kumberg

Das Werden einer Kulturlandschaft

Die am 8. Dezember 2006 präsentierte Chronik von Kumberg - Das Werden einer Kulturlandschaft - ist zum Preis von € 59,-- im Gemeindeamt Kumberg erhältlich.

Pfarrkirche "Heiliger Stefan" mit Römerstein

Ein romanischer Vorgängerbau der Pfarrkirche "Heiliger Stefan" wurde schon 1197 erwähnt. Ende des 17. Jhd. wurde die Kirche im Barockstil neu erbaut, wobei aber mitteralterliche Bauteile an der Südseite (Turm und Langhauswand) belassen wurden.
An der südseitigen Außenseite befindet sich ein Römerstein aus dem 2. Jhd. n. Ch.. Die Inschrift lautet: "MASCULUS ITULI(ILIUS) SIBI E(T) SABINAE QUINTI F(ILIAE) C(ONNIUGI) T(ITULUM) F(IERI) I(USSIT) = Masculus, Sohn des Itulus, hat für sich und Sabina, des Quintus Tochter, seiner Frau, den Grabstein aufzustellen angeordnet.
Ebenso befindet sich hier neben einem spätbarochen Geißelchristus und einer jüngeren Marienfigur das Kriegerdenkmal mit einem Mosaik von A. Raidl aus dem Jahre 1965.

Schloss Kainberg

Nördlich von Kumberg liegt auf einem abfallenden Bergrücken Schloss Kainberg, einst Wehrbau der Dienstmannen des Stiftes Seckau, das hier Gutsbesitz hatte. Der eigentliche Ausbau zum Renaissanceschloss erfolgte in den Jahren 1570 -1575 durch Otto VI von Ratmannsdorf. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel gehört das Schloss seit 1841 den Grafen Wimpffen. Da es sich im Privatbesitz befindet, ist der Zutritt nur schwer möglich.
Es handelt sich um eine zweistöckige, wehrhaft geschlossene Vierflügelanlage, ein typischer Bau der Renaissance, der rund um einen rechteckigen Innenhof gelegen ist. Auffällig  sind die vier quadratischen Ecktürme mit ihren Pyramidendächern. Besonders sticht der mächtige Uhr- und Glockenturm mit einem Laternendach auf der Westseite heraus. Die frühere Bastei ist heute in einen Garten umgewandelt.